Eine Gesunde Entwicklung für ihr Kind


Die Entwicklungsschritte Ihres Kindes während der ersten 12 Lebensmonate

Kinder

Jedes Kind ist anders, und deshalb einzigartig. In der Entwicklung von Babys finden sich Gemeinsamkeiten und ganz individuelle Unterschiede. Entwicklungsbedingungen beim Kind z.B. Geburtsverlauf, Temperament wie auch die Situation der Eltern z.B. das soziale Umfeld, Wohnort usw. spielen eine wichtige Rolle.
Gerade die erste Zeit, ist eine Zeit voll neuer Entdeckungen und Gefühle für die Eltern und ihr Kind. Neben Freude und Glück können aber auch Unsicherheiten im Umgang miteinander auftreten.
Ihr Baby ist darauf angewiesen, dass Sie seine Signale verstehen und es in seinen neuen Entwicklungsphasen begleiten.

Von Angehörigen oder Freunden wurden Sie sicherlich schon auf Entwicklungsveränderungen Ihres Kindes hin angesprochen. "Lächelt Dich dein Kind denn schon an?". Diese oder ähnliche Fragen können sie beglücken aber manchmal auch verunsichern.

Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo.

Und davon hängt das rechte Maß an Förderung durch die Eltern ab. Ein Zuviel tut hier - ebenso wie ein Zuwenig - nicht immer gut. Deshalb möchten wir Sie in kurzer, allgemeiner Form über die Fähigkeiten und Entwicklungsschritte von Babys im Alter von 0-12 Monaten informieren.

Zur Vertiefung empfehlen wir z.B. die Lektüre von:
R. Largo (2000), Babyjahre. Piper, München und die Elternbriefe des Arbeitskreises Neue Erziehung e.V.

0-1 Monat

In den ersten Wochen ist die motorische Balance des Kindes noch unreif und es braucht Unterstützung beim Halten und Tragen. In Bauchlage ist der Kopf des Neugeborenen zur Seite gedreht. Die Händchen sind zu einer Faust geschlossen, Arme und Beine gebeugt, die Knie angezogen. Am Ende des ersten Monats kann das Baby in Bauchlage den Kopf für drei Sekunden hochhalten. Ihr Kind kann Sie jetzt schon anschauen und in einem Abstand von ca. 20 cm scharf sehen und sie mit den Augen verfolgen. Auch den Klang der menschlichen Stimme oder z.B. eine Glocke können Babys deutlich wahrnehmen und versuchen den Ursprung zu lokalisieren. Sensibel reagiert das Kind in Schrecksituationen. Bei grellem Licht oder lauten Geräuschen reagiert es irritiert und sucht körperliche Nähe. Der Schlaf-Wachrhythmus ist noch nicht entwickelt und individuell sehr verschieden. Die meisten Kinder schlafen noch nicht durch und ihr Schlafbedürfnis sowie die (Still-) Mahlzeiten richten sich nach den Bedürfnissen des Kindes.

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2. Monat

Am Ende des zweiten Monats ist das Baby meistens in der Lage, den Kopf im Winkel von 45° anzuheben und ihn ca. zehn Sekunden hoch zu halten. Eine freundliche, offene Hinwendung zum Säugling wird in einem Alter von etwa 4 und 6 Wochen schließlich mit einem Lächeln beantwortet. Das Schreien des Kindes erreicht mit sechs Wochen meistens seinen Höhepunkt und verringert sich danach langsam. Sie als Eltern können jetzt außerdem lallende Laute und eine längere Aufmerksamkeitsspanne ihres Kindes wahrnehmen.

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3. Monat

Zum Ende des dritten Monats kann das Baby in Bauchlage seinen Kopf ca. eine Minute lang oben halten. Ein interessantes Spielzeug kann der Säugling fokussieren und greifen. Nun ist es nicht mehr zufällig, wenn ihr Kind sie anlacht. Ein Still- bzw. Fütter-Rhythmus von ca. 4 Std. kann sich etablieren und die Schreiphasen nehmen meistens mit dem Ende des 3. Monats ab.

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4. Monat

Am Ende des vierten Monats kann das Baby, sicher auf die Unterarme gestützt, in der Bauchlage verweilen. Für die Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur ist es wichtig, dass das Kind häufig flach aufliegt und z.B. auf einer Krabbeldecke spielen kann. Zu diesem Zeitpunkt bringt es besonderes Interesse für angebotenes Spielzeug auf, indem es dieses festhält und von allen Seiten zu betrachten und in den Mund zu stecken versucht. Das "Quietschen und Blabbern" ihres Kindes sind Lustäußerungen, mit denen Ihr Kind Sie für entgegengebrachtes Interesse belohnt.

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5. Monat

Allgemein ist das Kind nun in der Lage, den Kopf sicherer zu halten. Bietet man dem Baby jetzt Spielzeug an, greift es mit unsicheren aber schon koordinierten Handbewegungen danach. Mit "plappernden" Lauten haben sie in ihrem Baby schon einen echten Gesprächspartner.

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6. Monat

Das Kind stützt sich nun in der Bauchlage schon mit gestreckten Armen ab; es ist bemüht, sein Gleichgewicht zu halten. Im Sitzen hält das Baby seinen Kopf völlig sicher. Das Interesse für Spielzeug ist jetzt offensichtlich: Gegenstände, die in unmittelbarer Nähe des Kindes liegen, sind "nicht mehr sicher". Der Schlaf-Wachrhythmus stabilisiert sich und viele Kinder können schon annähernd acht Stunden durchschlafen.

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7. Monat

Ca. im siebenten Monat bildet ihr Baby erste Silben und Laute ("Dada, Lala"). Viele Kinder drehen sich jetzt selbständig vom Rücken auf den Bauch. In diesem Entwicklungsstadium entdecken Babys die Faszination für ihre Gliedmaßen. Sie können ihr Baby beispielsweise dabei beobachten, wie es sein Füßchen in den Mund steckt. Wenn die Füße des Babys jetzt Kontakt mit einer harten Unterlage bekommen, können Sie erleben, dass ihr Kind in die Hocke gehen wird, um dann plötzlich voller Kraft in die Höhe zu schnellen. Diese Hüpf- bzw. Laufübungen sind jedoch noch verfrüht. Die Muskulatur ist noch nicht stabil genug. Die Persönlichkeitszüge ihres Babys treten nun deutlicher hervor. Stimmgewaltig verschafft das Kind sich Gehör um einerseits selbst Beachtung zu erfahren und um andererseits am Familiengeschehen teilzuhaben.

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8. Monat

Das "Fremdeln" kann beginnen: das Baby unterscheidet zwischen bekannten und unbekannten Personen. Es ist anhänglich und weint nach einer Bezugsperson. Es kann vermehrt zu Quengeligkeit und Unzufriedenheit kommen, da viele Kinder mehr möchten als sie zu dieser Zeit selber können.

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9. Monat

Zum Ende des neunten Monats beginnen viele Babys zu "robben", d.h., mit Hilfe von Unterarm und Ellenbogen bewegen sie sich vorwärts. Oft missverstanden, entwickeln die Kinder Freude daran, Gegenstände herunterfallen zu lassen und ihnen nachzusehen. Lassen Sie einen Gegenstand vor den Augen ihres Babys in einem Behältnis verschwinden, wird es nach diesem bewusst suchen. Mit Hilfe des "Scherengriffes" kann das Kind mittels ausgestrecktem Daumen und Zeigefinger zielgerichtet Gegenstände aufnehmen.

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10. Monat

Aus der Bauchlage können manche Kinder sich selbständig aufsetzen. Hat das Kind die Möglichkeit sich an Möbeln festzuhalten, wird es versuchen, sich hochzuziehen. Der Bewegungseinsatz beider Hände spielt eine wichtige Rolle, wenn das Baby beispielsweise zwei Klötze gegeneinander schlägt, um sie dann wieder fortzuwerfen und sich Neuem zuzuwenden. Das Kleinkind ist in der Lage, zwischen Anerkennung und Ablehnung zu unterscheiden.

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11. Monat

Viele Babys fangen in diesem Alter an zu krabbeln. Wenn sich ihr Baby jetzt an Möbelstücken hochzieht, kann es die ersten unsicheren Schritte vollführen, deshalb VORSICHT UNFALLGEFAHR! Das Kind zeigt außerdem reges Interesse für die Sprache und "plappert" alles Gehörte nach.

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12. Monat

Mit gebeugtem Zeigefinger und Daumen, dem sogenannten "Pinzettengriff", kann das Kleinkind nun auch kleinere Gegenstände greifen wie Perlen oder auch Fussel. Ihr Kind wird motorisch immer mobiler und ist in seinem Fortbewegungsdrang unerschöpflich und immer weniger auf die Hilfe der Erwachsenen angewiesen. Es ist zufriedener und erkundet spielerisch seine Umgebung. Die hier beschriebenen Entwicklungsschritte möchten nur punktuell auf Entwicklungsveränderungen hinweisen, die von jedem Kind ganz individuell beschritten werden. So wie Sie einer Zeit der Ruhe bedürfen, um sich in diesem auch für Sie neuen Lebensabschnitt zurechtzufinden , benötigt auch Ihr Kind für seine persönliche Entwicklung eine Atmosphäre der Ruhe, Liebe und des Angenommenseins.

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